Gedanken-Losigkeit in der Meditation

2019-12-02 felix 0 Comments

Das Thema der Meditation war “Silence” von YogaEasy.de. Erst kurz auf den Atem fokussieren und dann loslassen. Auch im Geist “ich lasse los” wiederholen. Nach einiger Zeit war ich tatsächlich fast komplett leer im Innern. Extrem zentriert und im Moment und mein Geist fühlte sich super scharf und Spitz an.

Es kamen dann aber Gedanken, die eigentlich Kommentare des Beobachters waren. Denn ich habe die Abwesenheit von Gedanken und meine Zentriertheit bemerkt. D.h. ich habe diesen Beobachter beobachtet. Jeden anderen Gedanken (wie z.B. Erinnerungen oder Zukunftsplanungen) habe ich im Aufkeimen erkannt und losgelassen. Ich wurde nicht mehr Gedacht. Auch nicht für kurze Zeit. Genau diese Tatsache ist mir aufgefallen, was sich allerdings auch wie ein Gedanke angefühlt hat. Ist dieses Auffallen ein Gedanke? Kann der Geist so ruhig sein, dass selbst der Beobachter ruhig ist?

Es war also quasi so: Der Beobachter hat sich selbst gesehen. Darauf hin kam ein “echter” Gedanke: “Oh, ich habe gerade gar nichts gedacht — ich war komplett leer. Ist dieses Selbst-Sehen und das Erkennen des Selbst-Sehens des Beobachters auch ein Gedanke? Sollte ich diesen Beobachter auch gehe lassen? Ist das überhaupt möglich?

Jetzt im Nachhinein denke ich drüber nach, schreibe das hier und denke: Vielleicht ist das einfach pure Achtsamkeit: Mein Fokus/meine Präsenz ist — statt bei einer Körperempfindung (z.B. dem Atem) — bei dem Geist und stellt dann analog zum “Ich fühle Kälte an den Nasenlöchern” (aufgrund einströmender Luft) halt folgendes fest: “Mein Geist ist komplett leerer und gedankenloser“. Beides ist ja ein Kommentar des Beobachters.

Ich werde das mal Werner fragen.

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