So hilft uns Corona gegen den Klimawandel

2020-03-18 felix 0 Comments

“Ich sage es klar und deutlich: Wir müssen, für ein paar Monate, voraussichtlich unser Leben verändern.”

Rudi Anschober, Östereichischer Gesundheitsminister.

In Zeiten des Klimawandels klingt diese Aussage etwas skurill. Denn in Wirklichkeit (TM) müssen wir unser Leben — hm, naja — für immer ändern.

Das schöne ist, dass Corona uns zeigt, dass das möglich ist. Sobald wir erkannt haben, dass es wirklich ernst ist, ändern wir tatsächlich unser Leben. (Obwohl es immer natürlich Leute gibt, die mit einer “Stimmt doch alles gar nicht” Mentalität scheinbar unbelehrbar sind…)

Das Problem mit dem Klimawandel ist natürlich leider auch, dass er als nicht so akut wargenommen wird. Es machen keine Schulen und Kitas deswegen zu und es werden auch keine Flüge gestrichen. 😉 Deswegen besteht hier massiv die Gefahr, dass wir erst dann die ganze Katastrophe erkennen und handeln, wenn es schon zu spät ist. Denn jede Gegenmaßnahme braucht Zeit zum anzulaufen und das “Auf die Bremse treten” dauert lange. (Hab ich mir nicht ausgedacht, steht hier: Es gibt keinen Planet B (Amazon Affiliate Link)).

Der Klimawandel ist halt nicht so dringlich, wie Corona. Aber wahrscheinlich insgesamt gefährlicher. Denn hier geht es letztendlich nicht darum, wie unser Gesundheitssystem die Spitzenlast durch schlimme Krankheitsverläufe abfangen kann — hier geht es einfach nur um das nakte Überleben unserer Spezies. 😀

Ich würde mir wünschen, dass die Corona Krise uns lehrt, was wir zusammen erreichen können, wenn wir nur wirklich wollen und die Notwendigkeit sehen. Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind, unseren Komfort und Gewohnheiten für das Große Ganze zu hinterfragen und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Ich wünsche mir, dass wir diese Dynamik und die Handlungsbereitschaft mit in unseren Alltag nehmen, sobald Corona überlebt ist, und unsere Klima Ziele umsetzen.

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